[Rezension] Wie Eulen in der Nacht

Wie Eulen in der Nacht
Genre:
Veröffentlicht: 02.11.2018

 

Mitten in der Wüste Colorados lebt die Familie Soria. Das Besondere an der Familie ist, dass sie Wunder wirken können und jeder der nicht weiter weiß, ist dort willkommen. Doch die oberste Regel lautet: Man darf sich nie in ein Wunder einmischen. 
Daniel Sorias, der momentane Heilige, der die Wunder wirkt, hat allerdings dagegen verstoßen und sich in ein Wunder eingemischt. Um seiner Familie nicht zu schaden, flüchtet er in die Wüste und setzt damit so einiges in Gang.

 

 

Man schaut sich dieses Cover an, liest den Klappentext und bemerkt von welchem Autor es ist und denkt sich, da kann doch gar nichts schief gehen. Tja, kann es doch. Eine ganze Menge sogar. Das stimmt leider... ich hab das Cover gesehen und musste es soofooort haben, aber irgendwie...

Aber wo fange ich an? Erstmal braucht man unheimlich lange um überhaupt in die Geschichte zu kommen und ich fand auch erst sehr sehr spät eine Verbindung zu den Charakteren. Das lag meinem Empfinden nach einfach daran dass die Autorin hier unheimlich viel erzählt ohne wirklich was zu erzählen. Als hätte die Autorin sich gedacht, "och erstmal schön verworren, skurril und verdreht, dann kann ich mich immer noch um die Geschichte bemühen"

Somit musste ich mich durch mehr als die Hälfte des Buches wirklich durch zwingen und ich gebe ganz ehrlich zu, wäre es kein Rezensions Exemplar gewesen, hätte ich es abgebrochen. Ich wollte es erstmal nur pausieren, da ich mich wirklich sehr schwer getan hab es zu lesen, aber am Ende hab ich mich dafür entschieden das ich dieses Buch abbrechen werde. Schade eigentlich.

Es enthält mir auch einfach viel zu wenig wörtliche Rede und ich habe immer wieder gemerkt dass ich abgeschweift bin. Dabei gibt es wirklich ein paar super schöne Szenen die ich ganz toll fand aber die einfach nicht zur Geltung kamen durch diesen sehr verworrenen Schreibstil. Die wörtliche Rede hat leider wirklich gefehlt. Ab und an gabs mal Stellen wo diese gut eingebaut wurde, aber leider waren diese Stellen meisten viel zu kurz und zu selten.

Die Grundidee dieser Geschichte ist wirklich schön und süß erdacht. Es geht eben darum dass jeder etwas in sich trägt was man als Dunkelheit bezeichnen kann. Dinge mit denen man in seinem Leben nicht glücklich wird, eine falsche Sicht auf sich selbst und durch das Wunder der Sorias nimmt diese Dunkelheit Gestalt an. So kann jeder diese Dunkelheit bekämpfen und frei sein aber dazu müssen sie erstmal erkennen welche Lektion sie lernen müssen. Allen voran die Sorias, die sich nur um die Wunder für andere bemühen und ihr eigenes Leben schon längst aus den Augen verloren haben.

Das klingt doch super oder? Es ist nur so wirklich unglücklich umgesetzt was mich wirklich traurig macht denn es hätte was ganz Tolles werden können mit einer ganz tollen Message. Aber eine tolle Message haben auch andere Bücher. Die Idee ist wirklich schön, weshalb mich der Klappentext auch sofort angesprochen hat, aber die Umsetzung ist leider nicht so gut gelungen wie erhofft.

Wenn man sich nun bis zum letzten Drittel durchgekämpft hat, wird man allerdings tatsächlich ein wenig belohnt. Endlich kümmert sich die Autorin um die Geschichte, die Charaktere und statt langweiligem Drumherum und unnützem Wissen, erfahren wir mehr über die Charaktere und deren Wunder. Hier bekommen wir was mit von den Beziehungen untereinander und es passieren interessante Dinge.

Es hatte keine unerwartete Wendung und man weiß an sich schon worauf das Ganze hinaus läuft aber es war trotzdem ganz ganz süß zu lesen wie die Charaktere etwas über sich selbst lernen, ihre Probleme bekämpfen und welch süße Gesten es gab.

Und die Charaktere sind, wenn man sie endlich mal wirklich kennen lernen durfte, wirklich toll. Ich mag Marisita unheimlich gern aber auch Beartriz und Pete. Sie sind wunderbar und Tony zusammen mit Pete sind auch total lustig. Aber das alles bemerkt man erst sehr sehr spät im Buch.

 

Ich musste sehr lange überlegen ob ich dem Buch 2 oder 3 Heuballen gebe. Ich meine das letzte Drittel ist wirklich ganz gut aber lohnt es sich wenn man sich dafür durch mehr als das halbe Buch zwingen muss? Dann doch lieber die Zeit in ein Buch investieren dass einen von der ersten Seite an fesselt.
Sehr sehr schade denn die Autorin ist an sich ja toll und auch die Idee an sich hat so so so viel Potenzial.

Ich habe mich nun für 3 Heuballen entschieden, 1 für das Cover, 1 für die süßen Charaktere und 1 weil die Idee an sich toll ist aber das ist schon großzügig bewertet.

2.4Gesamt

Wie Eulen in der Nacht

  Mitten in der Wüste Colorados lebt die Familie Soria. Das Besondere an der Familie ist, dass sie Wunder wirken können und jeder der nicht weiter weiß, ist dort willkommen. Doch die oberste ...

  • Geschichte
    2.8
  • Schreibstil
    1
  • Charaktere
    3.5

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