Kiss me first

Serien Rezension

Kiss me first
Netflix
Genre
Fantasy
Bewertung
3

Nach dem Tod ihrer Mutter, verbringt Leila ihre Zeit auf dem virtuellen Planet Azana und entdeckt dort einen Bereich der nur bestimmten Personen zugänglich ist. Es handelt sich bei ihnen allen um Außenseiter, Jugendliche die mit ihrer realen Situation nicht klar kommen und sich nach Azana flüchten.

Doch Leila findet ziemlich schnell nach dem Tod des ersten Mitglieds raus, dass Adrian ganz andere Pläne zu verfolgen scheint. Eine Jagd beginnt, fragt sich nur wer der Gejagte ist…

Meine Meinung:

Joa, schwierig. Also wenn ich ehrlich bin fand ich es anfangs nicht allzu toll und habe wohl nur durchgehalten weil die Staffel eben nur 6 Folgen hat. Wenn auch je fast eine Stunde. Ab der Hälfte wurde es dann aber doch noch echt gut.

Erstmal zu dem warum es mir nicht so gefallen hat. Ich finde diese Idee mit dem virtuellen Planeten und einem Charakter der sich das alles zu nutzen macht um seine kriminelle Ader auszuleben birgt unheimlich viel Potenzial. Da kann man so viel rausholen. Menschen die sich nur von dort kennen und trotzdem in der realen Welt dadurch in Gefahr sind. Die Tatsache dass es sogar die Möglichkeit gibt den Schmerz aus der virtuellen Welt auch wirklich zu spüren. Also da sprüht es doch so von Ideen oder?

Naja aber davon hat in den ersten drei Folgen echt eine Menge gefehlt. Dazu kommt dass die Serie wirklich sehr düster ist. Es gibt irgendwie keinen positiven Ausgleich sondern nur Probleme und ist teilweise eben vulgär. Ich muss zugeben dass ich auch kein Freund davon bin wenn in einer Serie das vulgäre Benehmen sehr dominant ist ohne dafür im Gegenzug den Leuten ein wenig echte Leidenschaft oder Tiefgang zu geben. Und an Tiefgang hat es hier vorerst auch gefehlt. Oder vielleicht ging es auch nur an mir vorbei?

Dafür hat die zweite Hälfte der Staffel aber einiges wieder reingeholt. Man erfährt ein wenig mehr, das vulgäre Benehmen nimmt ab und es wird so richtig spannend! Man möchte dahinter kommen wer dieser Adrian in Wirklichkeit ist und warum er das alles macht. Und endlich bekommt man hier ein wenig der Möglichkeiten dieser virtuellen Realität zu sehen.

Zuletzt habe ich wirklich mitgefiebert und konnte mich auch mit den Charakteren anfreunden. Ich habe zwar noch nicht alles verstanden aber ich gehe davon aus dass das auch erst in den nächsten Staffeln so nach und nach klarer wird.

Diese Serie braucht tatsächlich 2-3 Folgen um wirklich zu fesseln und einen eintauchen zu lassen aber wer durchhält wird belohnt denn die zweite Hälfte ist wirklich gut und spannend. Ich hätte mir gewünscht dass dieses interessante Thema viel mehr ausgeschöpft wird aber ich gehe stark davon aus dass die zweite Staffel besser wird. Von mir gibt es 3 solide Sterne 🙂

3
Ab der zweiten Hälfte wird es noch recht gut
Tolle Grundidee
Anfangs sehr vulgär, kein Tiefgang
wenig positiver Ausgleich
zu wenig aus dem Thema rausgeholt

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