Interview mit Chris

Protagonist aus "Die Macht der Clans"

Alma: Hallo Chris, danke dass du dich heute hier mit mir triffst und meine Fragen beantwortest 🙂

Chris: Nun, ehrlich gesagt hat mir meine Autorin keine Wahl gelassen. Sowas macht sie ständig. Behauptet, sie hätte mich in den Ruhestand geschickt und dann zwingt sie mich irgendwo zu erscheinen.  Aber sie sagt auch, es wäre wichtig, damit möglichst viele von  meiner Geschichte erfahren. Also bin ich irgendwie doch ganz gern hier. Dann leg mal los mit den Fragen.

Beginnen wir mit deinen Fragen:

1.

Alma: Oookay, also in deiner Geschichte geht es um die Herrschaft verschiedener Clans. Magst du uns erzählen welche Rolle du darin spielst?

Chris: Ich war vier Jahre alt, als ich dabei zusehen musste, wie Clankrieger meine Eltern töteten. Mein Bruder Larn brachte mich in Sicherheit. Dann verschwand er und kam erst Jahre später zurück. Ich fand schnell heraus, dass er diese Zeit beim Widerstand verbracht und eine eigene Rebellenbasis aufgebaut hatte. Nachdem auch er getötet wurde, übernahm ich seine Führungsposition dort. Kein Leben, das ich mir gewünschte hätte, aber es ist meine Pflicht Larns Vermächtnis weiterzuführen.
Außerdem bin ich entschlossen alles zu tun, um die Clanherrschaft auf Terra zwei endgültig zu beenden.

2.

Alma: Das tut mir sehr leid. Gibt es denn Menschen dort die dir wichtig sind?

Chris: Ich habe dafür zu sorgen, dass jeder Mensch in der Basis Kleidung, Nahrung und Schutz bekommt und dass sie überleben. Selbstverständlich sind sie mir wichtig, doch ich kann es mir nicht leisten, Freundschaften zu schließen. Wenn ich ehrlich bin, wollte ich auch keine.
Das Leben eines Anführers muss relativ einsam sein. Man muss Entscheidungen treffen, die nicht immer leicht sind. Zuviel emotionale Nähe macht es schwieriger. Du musst immer deinen Verstand einsetzten und darfst dich nicht durch dein Herz behindern lassen. So zumindest brachte es mir mein Bruder bei. Lange habe ich versucht so zu leben, aber inzwischen denke ich Freunde zu haben, Menschen, die hinter einen stehen, vor denen man nichts verstecken muss, macht alles ein wenig leichter.
Also ja, es gibt dort Menschen, die mir ein wenig Wichtiger sind, als andere,

Unter anderem Larissa. Sie gehört der Oberschicht an, die ich verachte. Und doch ist sie anders. Sie hat etwas in mir geweckt, berührt mich innerlich auf eine Art, die ich niemals für möglich gehalten hätte. Sie schenkt mir Frieden, bringt mich zum Lächeln. Wenn ich sie ansehe wirkt alles ein wenig leichter.
Dann wäre da noch Dave, mein bester Freund, Ratgeber, Kampfgefährte und Stellvertreter. Groß, blond, trainiert, mit dreckigem Grinsen und einer großen Klappe. Ich schätze seinen Humor und seine offene Art. Er sagt immer, was er denkt und ist gradlinig. Manchmal fast zu direkt, aber ich mag das. Bei ihm weiß ich immer woran ich bin.
Neben Dave zähle ich Tania zu meinen Freunden. Sie ist die Ärztin der Basis und hat mich quasi aufgezogen.

3.

Alma: Was ist dein Lieblingsgetränk?

Chris: Ich trinke gerne Black Hole. In eurer Welt nennt ihr es  Espresso mit etwas Zucker. Das Zeug schmeckt nicht nur, es hält mich auch wach Auch einen guten Brandwein weiß ich zu schätzen. Da allerdings nicht das synthetische Zeug.

4.

Alma: Hast du ein Hobby?

Chris: Ich mag die Zuverlässigkeit meines Körpers. Dafür trainiere ich sehr viel, was meine Autorin gerne verschweigt. Es entspannt mich, also könnte man es als ein Hobby bezeichnen.
Autorin (die das nicht so stehen lassen kann): Entschuldige mal, ich fand es jetzt nicht so wichtig für die Handlung, wie oft du trainierst. Außerdem habe ich das sehr wohl erwähnt. Aber niemand will lesen, wie du stundenlang vor dich hin transpirierst.
Chris: Transpirieren? Bedienst du dich nun der Sprache der Clans? Ist das Wort schwitzen nicht mehr gut genug?
Autorin (die es hasst, wenn er so ist): Seit wann bist du so überempfindlich?
Chris: Muss ich dich an die Szenen erinnern, die du geschrieben hast? Ich habe jedes recht ein wenig empfindlich zu sein.
Autorin (zieht es vor das Thema zu wechseln): Okay, nun wissen die Leser, dass du viel trainierst und …
Chris: Das muss ich ja auch. Es ist wichtig, dass ich in Form bleibe, bei dem, was du mir ständig antust.
Autorin: Fängst du schon wieder damit an?
Chris: Und wenn? Ist ein bisschen Ruhe und Frieden zu viel verlangt?
Autorin: Das hattest du monatelang. Aber anstatt das zu genießen hast du dich beschwert, dass ich Zeit mit Jac …
Chris: Nenne nicht diesen Namen!

5.

Alma: Äääh ok nächste Frage, bevor es noch weiter ausufert xD Sonnenauf- oder untergang?

Chris: Sonnenuntergang. An den Sonnenaufgang habe ich nicht die besten Erinnerungen.

6.

Alma: Deine schlechteste Eigenschaft?

Chris: Manchmal wünsche ich mir, ich könnte mehr Vertrauen. Das allgegenwärtige Misstrauen abschütteln und die Gegenwart von Menschen genießen, die mir zugetan sind. Allgemein würde ich gern die ruhigen Stunden mehr würdigen können, mich mehr auf das Positive konzentrieren. Ich möchte alle Zweifel zur Seite schieben und wieder von Herzen lachen können. Aber vielleicht bin ich auf dem Weg, das zu erreichen.

7.

Alma: Und deine Beste?

Chris: Ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht.
Im Allgemeinen wird gesagt, jeder sollte das tun, was er am besten kann. Nun, bei mir wäre es das Kämpfen, nicht, dass es mir Freude breitet, denn es endet nur allzu häufig mit dem Tod. Dennoch war es immer die Hoffnung, die mich bei der Stange gehalten hat. Die Hoffnung, die Clanherrschaft zu beenden. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die Hoffnung, dass irgendwann niemand mehr versklavt wird, nur weil er seine Abgaben an den Clan nicht zahlen kann. Doch Hoffnung ist illusorisch. Sie lässt dich glauben, du könntest etwas ändern, bringt dich dazu deine Freunde auf ein Schlachtfeld zu führen und sie zu opfern. Für was frage ich euch? Für die Hoffnung? Ich hatte gehofft Larissa Sicherheit bieten zu können und wie ist es geendet? In … Nein! Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Ich werde kein Wort über diese dunklen Stunden verlieren! Ich tue, was nötig ist, weil ich es tun muss und ich gebe niemals auf. Eventuell ist das meine beste Eigenschaft.

8.

Alma: Wie alt bist du eigentlich?

Chris: Inzwischen bin ich fast 30 Jahre alt. Merkwürdig, wie schnell die Zeit vergeht …

9.

Alma: Möchtest du deinen Lesern etwas mitteilen?

Chris: Kein Mensch, sollte die Macht haben, einen anderen auszubeuten und zu unterdrücken. Ich träume von einer Welt, in der alle Menschen dieselbe Wertschätzung erfahren. Ich glaube fest daran, dass es eines Tages soweit sein wird, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten.

Das klingt wundervoller lieber Chis, damit sind wir schon am Ende unseres Interviews, ich danke dir sehr für deine offenen Antworten 🙂
Hier kommt ihr zum Interview mit Gabi Büttner, der Autorin von „die Macht der Clans“

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