Die Geschichte der Schule

Hier könnt ihr nun nachlesen, was es mit der Schule auf sich hat.
Es lohnt sich öfter mal vorbei zu schauen, da die Geschichte noch lange nicht endet 😉

Gemeinsam mit unseren Schülern, werden wir die Geschichte immer weiter schreiben und Charaktere werden sich dazugesellen. Daher beachtet bitte die Charakterbögen, damit die Figuren der Geschichte auch gleich bleiben. Diese findet ihr: Hier
Außerdem kannst du dich hier bezüglich der verschiedenen Gattungen orientieren: Spezies

Bitte nutzt für die Schreibaufgaben die Erzähler Perspektive!

Vorwort

Vor vielen tausend Jahren, gab es die Schule der tausend Bücher.
Sie war ein Ort der Ruhe. Voll kuscheliger Plätzchen, heißer Getränke und voller Schüler, die sich zusammen der Leidenschaft des Lesens widmeten.

Sie war die Möglichkeit des Austauschens und des Abbauens des unermesslich hohen Lesestapels, den ein jeder Schüler hatte.
Doch die Zeit war nicht gnädig mit der Schule.
Finstere Mächte rebellierten, giftige Pflanzen streckten sich ihr entgegen und unheimliche Kreaturen durchwanderten die Kellergewölbe. Als die ersten Schüler verschwanden, musste die Schule schließen.

Doch vor kurzer Zeit, tauchte ein seltsamer Direktor auf, stellte zwei Schulleiterinnen ein und eröffnete die Schule wieder. Keiner weiß, welche Gefahren und Geheimnisse sich noch in diesem Gebäude verstecken.
Hast du den Mut es rauszufinden? Möchtest du auf die Schule der tausend Bücher gehen?
Dann tritt ein und schließ dich uns an….

Kapitel 1 – von @asja.schreibt.fantasy

Mit einem lauten Krachen fliegt die Autotür zu. Asjas Blick gleitet zu dem hohen Gebäude in der Ferne. Die Schule der tausend Bücher. Der Wind frischt auf und die Bäume fangen an zu flüstern. Unzählige Stimmen erzählen von Legenden, so finster, dass niemand sie auszusprechen wagt. Eine eisige Kälte lässt Asja erzittern. Es ist nicht die Kälte, die der bevorstehende Winter mit sich bringt – auch wenn die Tage bereits kühler geworden waren. Nein, diese Kälte durchdrang ihr Innerstes.
Aerie fiepst leise und reißt Asja aus ihren Gedanken. Die kleine Maus sitzt auf ihrer Schulter und stupst sie mit der Nase an. 

“Ja, ja, du hast recht. Wir müssen los.” Sie reibt sich die Arme bevor sie rasch ihre Tasche nimmt und den breiten Weg hinauf zur Schule einschlägt. Die Stimmen verklingen in der Ferne und ihr Herz wird mit jedem Schritt leichter. Vielleicht hatte ihr Verstand ihr vor Aufregung nur einen Streich gespielt.
Je näher sie der Schule kommt, desto mehr spürt sie die Magie durch ihren Körper fließen. Ja, dies ist ein Ort voller Magie. Die Vorfreude lässt sie noch schneller laufen. So viele Fragen schießen durch ihren Kopf. Wie sind die anderen Schüler? Wie ist die Hauslehrerin?
Die große Flügeltür steht bereits weit offen und Asja betritt eine große Halle. Gleich wird sie von lautem Stimmengewirr in Empfang genommen. Alle neuen Schüler hatten sich versammelt und unterhalten sich nun aufgeregt. Unschlüssig bleibt sie stehen. Wohin nun?

“Name?”, fragt da eine Stimme zu ihrer Rechten und Asja dreht sich zu ihr um. Hinter einem Tisch mit einem Buch und einer Schreibfeder sitzt ein Gnom mit einer viel zu großen Brille und grauen, struppeligen Haaren. Er mustert sie eingehend.
“Asja.” Die Schreibfeder fliegt wie von Geisterhand hinauf und scharrt kratzend über die Seiten. 
“Haus?”
“Dämmerwald.” 
Er wendet den Blick auf die Schreibfeder während er murmelt: “Eine Hexe. Haustier Maus.”
Asja beobachtet, wie die Feder auch diese Worte auf das Papier kritzelt.
Der Gnom sieht sie wieder an und deutet mit einer knappen Kopfbewegung zu einer Gruppe Schülern hinüber. Dann winkt er mit der Hand als wolle er eine lästige Fliege vertreiben.
Komischer Kerl, denkt Asja während sie sich auf den Weg zu ihren Mitschülern macht. Sie geht an den Schülern eines der anderen Häuser vorbei. Sie lachen laut und erzählen wild durcheinander. Haus Mondlichtung, schießt es Asja durch den Kopf. Sie geht an dieser lebhaften Gruppe vorbei und auf die stillere Gruppe dahinter zu.

Auch die Schülerinnen des Dämmerwalds reden miteinander, sind aber insgesamt viel leiser und einige stehen still da und beobachten die anderen. Auch Asja bleibt am Rande stehen und mustert ihre neuen Mitschüler neugierig. So viele. Sie kann sogar eine Vampirin erkennen. Sie schluckt. Noch nie zuvor war sie einem Vampir begegnet.

Aeries aufgeregtes Fiepsen reißt sie erneut aus ihren Gedanken.
“Was hast du?” Sie schaut sich um und entdeckt die zahlreichen Katzenaugen, die die kleine Maus gierig mustern
“Ohje.” Asja nimmt Aerie von ihrer Schulter und umschließt sie mit beiden Händen. “Keine Angst. Die werden dir nichts tun.” Das hofft sie zumindest.
“Haus Fuchstempel und Haus Dämmerwald folgen mir bitte”, ruft eine freundliche Stimme bevor Asja weiter darüber nachdenken kann. “Ich bin Jennifer, eure Hauslehrerin. Ich bringe euch erstmal zu euren Zimmern und heute Abend werdet ihr offiziell willkommen geheißen.”

Mit klopfendem Herzen folgt Asja der Gruppe. Sie ist erleichtert, dass ihre Hauslehrerin so einen sympathischen Eindruck macht. Aber die Aufregung lässt sie noch nicht los. Während sie verschiedene Gänge hinauf und hinab gehen, entdeckt sie alte Kerzenleuchter, Gemälde von längst Verstorbenen, dicke rote Teppiche, gemütliche Sessel, unbekannte Pflanzen. Sie könnte stundenlang so weiterlaufen und all das Unbekannte entdecken. Aber sie hat schon jetzt vollkommen die Orientierung verloren.

Vor einer schweren, dunklen Holztür bleibt sie neugierig stehen. Asja wird von einer Magie angezogen, die sie nicht kennt. Ich kann ja mal kurz schauen, was sich dahinter befindet, denkt sie und hebt die Hand. Doch gerade als ihre Fingerspitzen die Türklinke berühren, dröhnt eine Stimme neben ihr: “Diese Tür wird niemals betreten. Die Kellergewölbe sind für alle Schüler tabu!” Die Hauslehrerin sieht sie eindringlich an und Asja lässt den Arm abrupt sinken.

Na großartig. Sie ist noch keine Stunde in der Schule und schon hat sie die erste Regel gebrochen. Von sich selbst enttäuscht, lässt sie die Schultern sinken.
Etwas leiser fügt Jennifer hinzu: “Du konntest es nicht wissen. Aber denk in Zukunft daran.” Dann dreht sie sich weg und setzt ihren Weg fort.

Dankbar, dass sie offensichtlich deswegen keine Strafe erhalten würde, folgt Asja ihr eilig. Die merkwürdige Tür lässt sie jedoch nicht mehr los. Am Ende des Ganges wendet sie sich noch einmal um und sieht gerade noch wie ein älterer, grauhaariger Herr humpelnd durch die Tür verschwindet. Als die Tür mit einem dumpfen Geräusch zufällt, läuft ihr ein eisiger Schauer den Rücken herunter.

Asja beschleicht das Gefühl, dass es nicht nur dort Geheimnisse zu entdecken gibt. Eilig folgt sie den anderen und ein leichtes Lächeln umspielt ihren Mund.