Die Arena

Grausame Spiele

Die Arena
Autorin
Hayley Barker
Verlag
Wunderlich
Genre
Dystopie
Reihe
Die Arena Band 1
Seiten
480

Inhalt

Ben ist der Sohn einer sehr wichtigen Pure und gehört damit zur Oberschicht. Den Pures ist ein normales Leben vergönnt während die Dregs, zu denen auch die Hochseil Artistin Hoshiko gehört, gar nicht als Menschen angesehen werden.
Als Ben zum ersten Mal in den Zirkus geht und Hoshiko sieht, ist ihm klar dass sich etwas ändern muss und so riskiert er sein Leben um ihres zu schützen.

Meine Meinung

Ich bin sehr enttäuscht. Ich liebe Dystopien und ich kann auch eigentlich ganz gut was ab. Immerhin habe ich schon einige Horror und Thriller Bücher gelesen. Grausamkeiten sind mir also in Büchern nicht fremd aber was war das denn bitte?

Ich hatte das Gefühl anstatt sich auf die Geschichte und die richtige Atmosphäre zu konzentrieren, hat die Autorin einfach versucht sich selbst in abstoßenden Grausamkeiten zu überbieten.
Mindestens die erste Hälfte des Buches handelt davon wie unglaublich schrecklich die Situation ist und wie grausam die Dregs behandelt werden, während die eigentliche Geschichte überhaupt nicht voran kommt.

Mir fehlte die Verbindung zu den Charakteren

Somit konnte ich auch sehr lange gar keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Man hat an sich nur abwechselnd Mitleid und Hass empfunden aber ein Hoffnungsschimmer, ein wenig Leidenschaft um zu kämpfen oder einfach nur ein positives Lichtlein habe ich hier vergeblich gesucht. Und wenn es mal auftauchte, wurde es ziemlich schnell zunichte gemacht.

Ich war tatsächlich versucht dieses Buch auch abzubrechen aber dank der kurzen Kapitel habe ich einfach an der Hoffnung festgehalten dass es besser wird.

Wo ist denn die Atmosphäre?

Ich hatte wirklich hohe Erwartungen. Ich liebe Dystopien und dann noch in Verbindung mit einem Zirkus? Genial! Ja Pustekuchen. Ich habe hier leider keinerlei Zirkus Flair gefunden. Auch wenn es hier um einen grausamen Zirkus geht, wo ganz krass gesagt (aber so ist es in dem Buch nun mal) Dregs verheizt werden. Aber da hätte man dennoch mehr rausholen können!
Ich möchte Popcorn riechen, ich möchte Illusionen, Zauber, Musik!

Und die Autorin kann es ja! Es gab ja durchaus Stellen wo ich mir dachte: „Ach das ist jetzt aber schön geschrieben“ Nur war davon viel zu wenig.
Es wäre schön gewesen wenn die Autorin hier mehr in die Atmosphäre und die Geschichte an sich investiert hätte.

Wie sieht es mit den Charakteren aus?

Ja, ich muss sagen dass ich Hoshiko und Amina sehr mochte. Und auch Ben fand ich völlig ok, auch wenn er mir sehr jung vor kommt und sich mir von ihm nicht wirklich ein klares Bild entfaltet hat. Aber da kann ich nichts Negatives sagen.
Die restlichen Pures habe ich einfach nur gehasst und die restlichen Dregs taten mir leid. Es war einfach wie gesagt auch schwer für mich eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen.

Im letzten Drittel muss ich allerdings sagen wird es besser. Jetzt geht der Kampf los, es passiert was und wir sind mittendrin. Können mitfiebern, können uns in die Protagonisten verlieben.
Leider für mich etwas zu spät. Ich habe mich nun schon so durchgekämpft dass ich eigentlich nur froh war mit dem Buch fertig zu werden und das gar nicht mehr genießen konnte.
Nur damit man mich nicht falsch versteht: Es ging nicht allein darum dass es zu grausam war. Sondern dass dafür einfach kein Ausgleich herrschte und von der eigentlichen Geschichte viel zu wenig da war. In meinen Augen jedenfalls. So konnte ich einfach nicht mitfiebern und alles.

Fazit

Ich bin bei Dystopien echt schnell zu begeistern aber diese hier war einfach nicht mein Fall. Wirklich lange habe ich jetzt überlegt ob das Buch von mir 2 oder 3 Sterne bekommt. Aber ich bleibe tatsächlich bei 2 Sternen. Die Story und auch die Charaktere haben mich erst zum Ende hin gepackt und für so viel Grausamkeit war das einfach viel zu wenig. Und vor allem zu spät, mir war die Lust auf das Buch bis dahin schon längst vergangen. Ansonsten hätte ich gern noch einen Stern für das Ende gegeben aber ich hatte einfach keine Lesefreude mehr an diesem Buch und da bin ich einfach ehrlich.
Wer jetzt total entsetzt ist, kann sich gerne meine Beitrag über schlechtere Bewertungen durchlesen 😉

Hier geht es zum Verlag: Wunderlichextern

Die Arena
In einem Satz
Ben, der zu den Pure gehört, sieht eine Hochseiltänzerin im Dreg Zirkus und setzt alles daran sie zu retten.
Schreibstil
Charaktere
Plot
Ende
Leser Rezensionen0 Bewertungen
Positiv
Das letzte Drittel wird spannend
Negativ
Die Geschichte kommt kaum voran
Viel Grausamkeit, wenig fesselnde Elemente
Null Zirkus Flair
2.1
Jahres Flop

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