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Das Ende ist erst der Anfang

Buch Rezension

Release Date
17. Juli 2018
Autor/in
Chandler Baker
Verlag
Thienemann-Esslinger
Genre:
Jugendbuch
Altersempfehlung
ab 13 Jahren
Our Score
4.5

Lake wir in ein paar Wochen 18 Jahre alt. Und wie bei jedem der 18 wird, bekommt man die einmalige Chance Jemanden der gestorben ist wieder ins Leben zurück zu holen. Ihre Eltern haben jedoch ihre Chance schon längst verplant, denn ihr Bruder ist schwer querschnittsgelähmt und der Pakt mit seinen Eltern sieht so aus dass er nicht weiter versuchen wird sich das Leben zu nehmen und sie ihm zu Lakes 18. Geburtstag Sterbehilfe geben damit sie ihn zurückholen kann. Denn auch alle Krankheiten sind dann verschwunden.

Doch dann gerät Lake mit ihrem Freund und ihrer besten Freundin in einen schweren Autounfall. Nur sie überlebt und Lake muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen, wen holt sie zurück?

Meine Meinung:

Ich hatte ja schon bei Instagram angemerkt dass ich eher ungern über Schicksalsschläge lese was einfach auch daran liegt dass mich das immer zu sehr mitnimmt. Ich habe mich trotzdem an dieses Buch gewagt und bin wirklich froh darüber! Dieses Buch ist gleichermaßen schwermütig wie es auch hoffnungsvoll ist. Und es setzt sich mit der Frage auseinander wie weit man wirklich gehen sollte um seine Liebsten zurückzuholen. So schwer es auch ist aber ist es in Ordnung Gott zu spielen? Und woran entscheidet man wer es verdient hat eine zweite Chance zu bekommen und wer nicht?

Genau diesen Fragen geht Lake auf den Grund mithilfe einer Schnitzeljagd die ihr Freund noch vor seinem Tod zu ihrem 18. Geburtstag organisiert hat und sie hat es verdammt schwer denn alle zerren an ihr und versuchen sie zu beeinflussen. Ihre Eltern genauso wie die Eltern ihrer Freunde und vor allem waren diese Freunde die einzige Welt die sie kannte. Ihre Familie hatte sie seit dem Unfall ihres Bruders komplett ausgeschlossen, andere Freunde hatte sie nie gebraucht. Sie waren immer nur zu dritt und keiner hat je etwas allein unternommen. So sollte es jedenfalls sein. Und ihr Bruder scheint sie zu hassen.

Wie gut dass Lake Ringo wieder trifft, einen alten Klassenkameraden der sozusagen ihr Ruhepol wird. Doch auch er hat sein Päckchen zu tragen.

Hach ich möchte gar nicht zu viel auf den Inhalt eingehen aber ich könnte noch viel mehr schreiben weil mich diese Geschichte wirklich beeindruckt hat. Sie war zwar unheimlich traurig aber eben auch so Lebensbejahend und hoffnungsvoll. Schon allein zu sehen wie Lake eine neue und völlig offene Welt entdeckt, nachdem sie ihre kleine Welt verlassen musste. Oder wie ihr Bruder, durch versch. Geschehnisse einfach wieder mehr Lebensfreude bekommt.

Einzig die Erwachsenen Charaktere haben mir nicht so gut gefallen. Ja, klar, Erwachsene sind tatsächlich oftmals blind und wenn es um ihre Kinder geht sind natürlich die Eigenen auch die Wichtigsten. Aber ich hätte mir gewünscht dass wenigstens der ein oder andere Erwachsene dabei ist, der vielleicht nicht ganz so kaputt bzw. Problem belastet rüber kommt.

Der Schreibstil ist wunderbar, ich hatte keine Probleme mich in die Situation dieser Jugendlichen hinein zu versetzen und auch über die ein oder andere Bemerkung von Lake musste ich schmunzeln. Man hat einfach auch direkt diesen inneren Kampf gespürt, für wen entscheidet man sich denn jetzt? Und muss man sich wirklich entscheiden? Und ihre Reaktionen, ihre Sorgen und auch ihre positiven Erlebnisse, konnte man einfach verstehen und nachvollziehen.

Was es mir auch leichter gemacht hat dieses Buch zu lesen, ist dass es nicht zu sehr in eine Richtung abdriftet. Es wirkt also nie nur trübsinnig sondern lässt einen auch immer mal aufatmen und lächeln.

Von mir gibt es auf jeden Fall 4,5 Sterne und den halben Stern ziehe ich nur ab weil ich mir eben wenigstens einen Erwachsenen gewünscht hätte der ein wenig fröhlicher erscheint. Aber in dieser Geschichte haben eben die Jugendlichen allen Stürmen allein getrotzt und die richtigen Entscheidungen getroffen.

4.5
Hoffnungsvoll und Lebensbejahend
Wunderbarer Schreibstil
Trauriges Thema aber nicht trübsinnig
Die Erwachsenen wirken alle ziemlich kaputt