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10 Facts über Gabi Büttner und ihre Bücher

1.

Den ersten Entwurf meiner dystopischen Reihe ›Die Macht der Clans‹ habe ich 1984 mit 14 Jahren geschrieben.

2.

Die Handlung war damals eher eine Art Westside-Story der 80er Jahre. Anstatt Rebellen und Clans hatte ich zwei rivalisierende Gangs 😀

3.

Mein jüngster Sohn, der inzwischen auch schon 23 Jahre alt ist, muss sich ständig meine Ideen anhören. Da er sich kein bisschen für Bücher interessiert und auch nicht liest, beschränkt sich seine Aufgabe dabei darauf, interessiert zu gucken und an den richtigen stellen zu nicken. Mir hilft es dennoch, da ich wunderbar meine Gedanken entwirren kann, wenn ich sie jemanden erzähle.

4.

Mein Sohn war es auch, der die Idee hatte, die Handlung auf einen anderen Planeten spielen zu lassen.
Sein Einwand lautete, dass die politische Entwicklung so wie ich sie beschreiben auf der erde nie stattfinden könnte. Außer, ich verwende das übliche „nach dem großen Krieg ….“ Da mir das zu abgedroschen war, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen und habe die Handlung nach Terra 2 verlegt.

5.

In meiner Dystopie verwende ich Nano-Chips um die Clankrieger zu steuern. Die Inspiration dafür fand ich in einen Artikel über RFID, was für „Radio Frequency Identification“ (Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen) steht. Damit wird eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme bezeichnet, die bereits heute zu den automatischen und berührlosen Identifizierungen und Lokalisieren von Objekten und Lebewesen mit Radiowellen angewendet wird.

Gesendet werden Körperdaten und Gehirnwellen-Muster des Chipträgers (beobachtet in der PC-Zentrale des Zentralcomputers), empfangen werden jeweils abänderbare Frequenz-Bänder, die von Person zu Person variieren, programmiert und gesendet aus der Zentrale via Netz (Satellit und Handymasten). 
Kombinieren wir das mit Darpa (Defense Advanced Research Projects Agency)
Das futuristische Implantat dort heißt Electrx, ist klein, soll direkt an den Nerven sitzen und im Wesentlichen zwei Aufgaben erfüllen: Körperfunktionen überwachen und Nervensignale modulieren. Es wird derzeit in den USA entwickelt. (Quelle: Focus.de 2014)
Die Electrx-Chips werden in den Körper eingesetzt. Dort sollten sie die Arbeit der Nerven beobachten und kontrollieren. Im Falle eines Versagens von Körperfunktionen sendet das System stimulierende Signale, um beispielsweise Organe wieder- oder weiterarbeiten zu lassen oder Genesungsprozesse zu beschleunigen.
Ein Knopfdruck, und das Nervensystem reagiert. Der Schmerz wird ausgeblendet. Der Soldat kann weiterkämpfen.
Durch die Blockierung von Signalen ließen sich Schmerzen verhindern und Ermüdungsgefühle der Muskeln unterdrücken. Ein Scharfschütze könnte per Knopfdruck seinen Herzschlag verringern, eine Vergiftung durch eine Beschleunigung der Leberfunktion bekämpft werden. 

Und schon haben wir Clankrieger und eine perfekt überwachte Welt. Ein wenig gruselig ist das schon, oder?

6.

In ›Die Macht der Clans‹ leben die Rebellen in einer unterirdischen Basis in den Quan-Bergen. Sie ist ein Überbleibsel aus der Zeit der Besiedelung, die ausgebaut und wiederinstandgesetzt wurde. Es gibt dort verschiedene Etagen, die unterschiedlich genutzt werden.
Ebene 1: Hangar, Konferenzräume, Zimmer der Krieger.
Ebene 2: Trainings,- und Schulungsräume, Gemeinschaftsduschen 
Ebene 3: Wohnräume, Krankenstation und die Kantine.
Ebene 4: Anbau und Replikation der Nahrung, sowie die Fluchttunnel.

Die Inspiration für diese Basis bekam ich durch die Bunker, die in Deutschland zu Zeiten des Kalten Krieges in der Eifel und im Ahrtal Bunker als Ausweichsitze für die Regierung errichtet wurden. 
Die insgesamt 83.000 Quadratmeter der Bunkeranlage unterteilten sich in fünf autarke Sektionen mit 936 Schlafzellen, 897 Büros, 25.000 Türen, fünf Großkantinen, fünf Kommandozentralen und Sanitätskomplexen. Eine Kleinstadt unter der Erde, mit eigener Feuerwehr, täglicher Reinigung und Bergrettungsdienst, einer ökumenischen Kirche, einem Fernsehstudio für Ansprachen, Großküche und Zeitungskiosk. 
Natürlich habe ich sie für meine Rebellen auf dauerhafte Nutzung angepasst, mit Flächen um Nahrung anzubauen und zu replizieren und einer Trinkwasserversorgung durch unterirdische Quellen, wobei verbrauchtes Wasser wiederaufgearbeitet wird.

7.

Da wir schon bei dem Thema Inspiration sind: Wie jeder Autor möchte ich mit meinen Büchern unterhalten, aber sie haben auch stets einen ernsten realen Hintergrund. So auch bei der McLain-Reihe, die ich unter dem Pseudonym Jaden Quinn zusammen mit einer guten Freundin geschrieben habe.
Dort geht es unter anderem um illegale Medikamententests an Kindern. Solche Tests finden tatsächlich statt, allerdings unter dem Deckmantel der Legalität.

In den 1950er bis in die 1970er Jahren fanden in Deutschland Medikamententests mit Heimkindern statt. Zudem wurden bis in die 70er Jahre hinein 90 Prozent aller Medikamente an Häftlingen getestet. Die Betroffenen leiden heute noch unter den Folgen.
In China und vielen Ländern der Dritten Welt passiert es noch heute, oft in sogenannten „Umerziehungslagern“, oder bei Kindern.

8.

Die einzige Ausnahme bildet der Krimi Mondscheingift, den ich zusammen mit Silvia Nagels geschrieben habe.
Dort brachte uns der Zufall in Gestalt der Inhaberin eines Dampfershops, in dem ich eine Lesung hatte, auf die Idee zum Buch.
Nach der Lesung erwähnte die Chefin des Dampfershops 5 Stars, es wäre schön, wenn es einen Kriminalroman geben würde, der im Dampfermilieu spielte. Das das reichte bereits aus, damit Silvia, die mich zu meiner Lesung begleitet hatte, und mir, die Ideen nur so im Kopf herumsprangen.

9.

Ich liebe es, zu zwei zu schreiben. Das Faszinierende daran ist einmal die Geschwindigkeit, mit der es voran geht, da wir im Chat schreiben, wobei jeder seine festen Charaktere hat. Jede Reaktion des einen Charakters erfordert eine sofortige Gegenreaktion, sodass wie ständig im Schreibfluss sind.

Zum zweiten sind die Charaktere unglaublich Lebendig und authentisch. Da wir nicht detailliert vorausplanen werden wir oft von den Antworten des anderen überrascht. Diese Überraschung überträgt sich dann natürlich auf die Charaktere, so wie jede andere Emotion auch.

10.

Ich hör immer Musik beim Schreiben. Dabei hat jeder meiner Charaktere (außer Nebencharakter) eine eigene Playlist. Ohne die passende Playlist zum Charakter bekomme ich keine vernünftige Szene aufs Papier bzw. ins Doc ^^